Ihre Betriebsspezifische Betreuung –

Empfehlung: -- h / Jahr

Füllen Sie die empfohlene Einsatzzeit von h für Sifa und Betriebsarzt aus

1. Grundbetreuung: h

2. Empfohlene zusätzliche Einsatzzeit:

Berechnung: h × -- = -- h

Gut zu wissen: Die Einsatzzeiten richten sich nach den betrieblichen Gefährdungen – nicht nach festen Stundenvorgaben. Den konkreten Betreuungsumfang legen Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit gemeinsam mit dem Betrieb fest.

Aufgabenfeld
Sifa BA Gesamt

1 Regelmäßig vorliegende Anlässe der betriebsspezifischen Betreuung

Gefährliche Arbeiten; Tätigkeiten, Arbeitsplätze und Arbeitsstätten mit besonderen Gefährdungen

a) Feuerarbeiten in brand- und explosionsgefährdeten Bereichen
b) Gefährliche Arbeiten an unter Druck stehenden Anlagen
c) Arbeiten in gasgefährdeten Bereichen
d) Vielzahl von unterschiedlichen Quellen bzw. besondere gefahrbringende Bedingungen für spezifische Gefährdungen (z. B. Lärmquellen)
e) Vielzahl von unterschiedlichen Gefahrstoffen
f) Arbeitsplätze, an denen mit biologischen Arbeitsstoffen der Risikogruppe 4 gemäß Biostoffverordnung umgegangen wird
g) Arbeitsplätze mit speziellen Anforderungen an die Funktionsfähigkeit sowie an die Überprüfung der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen (Beispiel: umfangreiche Prüfungen nach BetrSichV – beachte insbesondere § 3 Absatz 6, sowie §§ 14 ff. BetrSichV)
h) Arbeiten unter Infektionsgefahren
i) Arbeitsplätze, die besondere Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden, keimzellmutagenen oder reproduktionstoxischen Gefahrstoffen gemäß Gefahrstoffverordnung erfordern
j) Umgang mit ionisierender Strahlung, Arbeiten im Bereich elektromagnetischer Felder
k) Gefährliche Arbeitsgegenstände (Abmessungen, Gewichte, Oberflächenbeschaffenheit, thermische Zustände, …) bzw. besondere gefahrbringende Bedingungen im Umgang
l) Alleinarbeit
m) Arbeiten an hohen Masten, Türmen und an anderen hochgelegenen Arbeitsplätzen
n) Andere Tätigkeiten und Arbeitsplätze, die besondere Schutzmaßnahmen erfordern
o) Andere gefährliche Arbeiten (Schweißen in engen Räumen, Sprengarbeiten, Fällen von Bäumen, Arbeiten unter Spannung…)

Arbeitsorganisation und Gestaltung der Arbeit bei Vorhandensein von besonderen Gefährdungen

a) Anforderungen aus der Arbeitsaufgabe (hohe Aufmerksamkeitsanforderungen, große Arbeitsmenge, besonderer Schwierigkeitsgrad, …) mit Potenzialen psychischer Fehlbeanspruchungen
b) Anforderungen aus der Arbeitsorganisation (Arbeitsablauf, Störungshäufigkeiten, Art der Zusammenarbeit, …) mit Potenzialen psychischer Fehlbeanspruchungen
c) Andere Anforderungen mit Potenzialen psychischer Fehlbeanspruchungen
d) Tätigkeiten mit Potenzialen physischer Fehlbeanspruchungen: Manuelle Handhabung von Lasten (z. B. hohe Risikostufe gemäß Leitmerkmalmethode)
e) Tätigkeiten mit Potenzialen physischer Fehlbeanspruchungen: Häufig wiederkehrende kurzzyklische Bewegung kleiner Muskelgruppen
f) Tätigkeiten mit Potenzialen physischer Fehlbeanspruchungen: Arbeit in Zwangshaltungen
g) Tätigkeiten mit Potenzialen physischer Fehlbeanspruchungen: Statische Arbeit (z. B. Haltearbeit)
h) Schichtarbeit mit Nachtarbeitsanteilen
i) Einsatz von Fremdfirmen mit einem betriebs- bzw. tätigkeitsspezifischen Gefährdungspotenzial
j) Defizite in der menschen- und gesundheitsgerechten Gestaltung von Arbeitsaufgaben, Arbeitsorganisation und Arbeitsumgebung im Hinblick auf den Erhalt der gesundheitlichen Ressourcen

Besondere betriebsspezifische Anforderungen beim Personaleinsatz

a) Anforderungen an die Qualifikation und andere personelle Voraussetzungen der Beschäftigten entsprechend den Forderungen in speziellen Vorschriften
b) Qualifikationsanforderungen für Notfallsituationen
c) Personalentwicklungsmaßnahmen (PE) zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
d) Personengruppen mit besonderem Schutzbedürfnis (insbesondere Schwangere, Stillende, Jugendliche, schwerbehinderte Menschen)
e) Hoher Anteil von älteren Beschäftigten
f) Einsatz von Zeitarbeitenden
g) Anforderungen an den Arbeitsprozess zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
h) Wiedereingliederung von Beschäftigten
i) Betriebsspezifischer Aufwand für die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit verursacht durch Dritte (zum Beispiel Kinder, Schülerinnen und Schüler, Studierende, Publikumsverkehr, Kundinnen und Kunden, …)

2 Betriebliche Veränderungen in den Arbeitsbedingungen und in der Organisation

Beschaffung von grundlegend neuartigen Maschinen, Geräten

Grundlegende Veränderungen zur Einrichtung neuer Arbeitsplätze bzw. der Arbeitsplatzausstattung; Planung, Neuerrichtung von Betriebsanlagen; Umbau, Neubaumaßnahmen

Einführung neuer Stoffe bzw. Materialien

Grundlegende Veränderung betrieblicher Abläufe und Prozesse; grundlegende Veränderung der Arbeitszeitgestaltung; Einführung neuer Arbeitsverfahren

a) Für den Betrieb gegenüber der Grundbetreuung neuartige/neue Gefährdungen sind zu erwarten
b) Grundlegend veränderte Wirkungen auf die Arbeitsumgebung bzw. auf die Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe
c) Bisherige Schutzmaßnahmen können nicht/nur bedingt übertragen werden
d) Es bestehen keine standardisierten Lösungen
e) Es sind grundlegend neuartige Anforderungen an die Qualifikation/das sicherheits- und gesundheitsgerechte Verhalten zu erwarten
f) Es wird eine grundlegend veränderte Organisation erforderlich
g) Es entstehen andere/neue Schnittstellen zu bestehenden Arbeitssystemen
h) Es entstehen neue Zuständigkeiten/Verantwortlichkeiten

Spezifische Erfordernisse zur Schaffung einer geeigneten Organisation zur Durchführung der Maßnahmen zur Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sowie zur Integration in die Führungstätigkeit und zum Aufbau eines Systems der Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung)

a) Betriebsspezifische Erfordernisse zur Integration in die Führungstätigkeit und zum Aufbau einer geeigneten Organisation
b) Betriebsspezifische Erfordernisse zur Implementierung eines Gesamtsystems der Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung)
c) Grundlegende Veränderungen zur Integration von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in das Management
d) Einführung von Managementprinzipien und -systemen mit Relevanz zum Arbeitsschutz
e) Integration von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in bestehende Managementsysteme
f) Aufbau eines Arbeitsschutzmanagementsystems

3 Externe Entwicklung mit spezifischem Einfluss auf die betriebliche Situation

Neue Vorschriften, die für den Betrieb umfangreichere Änderungen nach sich ziehen

a) Fortschreiben der Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung) ist erforderlich
b) Veränderungen in den bestehenden Arbeitssystemen sind erforderlich
c) Veränderungen in der Ausgestaltung einer geeigneten Organisation sind erforderlich

Weiterentwicklung des für den Betrieb relevanten Stands der Technik, der Arbeitsmedizin, Hygiene oder sonstigen arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse

a) Grundlegend neue Erkenntnisse zu Gefährdungen
b) Auswertung überbetrieblich auftretender Ereignisse (Großbrände, Epidemien, …)
c) Neuartige Lösungskonzepte zur Vermeidung/Bekämpfung von Gefährdungen
d) Neuartige Ansätze zur gesundheitsgerechten Gestaltung von Arbeitsprozessen

4 Arbeitsmedizinische Vorsorge

Erforderliche Pflichtvorsorge, Angebotsvorsorge; Wunschvorsorge nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge

5 Betriebliche Aktionen, Schwerpunktprogramme und Kampagnen

Abstimmungsbedarf bei Einführung oder Weiterentwicklung eines freiwilligen Gesundheitsmanagements

a) Betriebliche Entscheidung für die Einführung eines Gesundheitsmanagements
b) Betreiben eines Gesundheitsmanagements
c) Betriebliche Entscheidung für Maßnahmen zum Erhalt der individuellen gesundheitlichen Ressourcen

Schwerpunktprogramme und Kampagnen zur Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

a) Initiative, Entscheidung des Arbeitgebers bzw. Erfordernis zu Schwerpunktprogrammen zur Bekämpfung von Gefährdungsschwerpunkten: Anzahl der Exponierten gegenüber speziellen Gefährdungen (getrennt zu betrachten nach den verschiedenen Gefährdungen), zeitliche Häufigkeit der Expositionen
b) Initiative, Entscheidung des Arbeitgebers bzw. Erfordernis zu Schwerpunktprogrammen zum sicherheits-/gesundheitsgerechten Verhalten; Aktionen zur Kompetenzentwicklung/Qualifizierung im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
c) Initiative, Entscheidung des Arbeitgebers bzw. Erfordernis zu Schwerpunktprogrammen nach besonders schwerwiegenden Unfällen
d) Initiative, Entscheidung des Arbeitgebers zur freiwilligen betrieblichen Gesundheitsförderung
e) Initiative, Entscheidung des Arbeitgebers zu Schwerpunktprogrammen zur Verbesserung der Arbeitskultur, des sozialen Umfeldes und weiteres
f) Programme, Strategien und Kampagnen zur Bewältigung von körperlichen Belastungen
g) Programme, Strategien und Kampagnen zur Bewältigung psychischer Belastungen
h) Verbesserungsbedarf der psychosozialen Belastungs-Beanspruchungs-Situation durch die sozialen Arbeitsbedingungen im Hinblick auf den Erhalt der gesundheitlichen Ressourcen (Soziale Arbeitsbedingungen betreffen vor allem: positive soziale Bindungen, gegenseitige Unterstützungsmöglichkeiten, Mitwirkungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz, mitarbeiterorientierte Führungstätigkeit, Entwicklung der Unternehmenskultur)
i) Entwicklung eines betrieblichen Leitbildes zur Beschäftigung Älterer, einer entsprechenden Arbeitskultur
Zur Vereinbarung